Informationen zur Stadt Gronau
Geografie Gronau
Gronau liegt in der Dinkel-Niederung. Die Dinkel fließt von Süd nach Nord durch das gesamte Stadtgebiet. Nordöstlich von Gronau liegt das Gildehauser Venn , ein Moor- und Heidegebiet. Das Kerngebiet des Gildehauser Venns ist heute Naturschutzgebiet. Der Südteil des Gildehauser Venns (Gronauer Stadtgebiet) wird Rüenberger Venn genannt.
Nachbargemeinden
im Osten: Stadt Ochtrup
im Südosten: Gemeinde Heek
im Süden: Stadt Ahaus
im Westen: Stadt Enschede , Niederlande
in Norden: Gemeinde Losser , Niederlande
in Nordosten: Stadt Bad Bentheim , Niedersachsen
In Gronau gibt es drei Grenzübergänge in die Niederlande : Glanerbrücke an der B54 (über Glanerbrug nach Enschede), Losserstraße (über Glane nach Losser) und Tiekerhook (über Overdinkel nach Losser)
Stadtgliederung
- Stadtteil Gronau (Westf.)
- Stadtteil Epe (Westf.)
Statistische Gliederung:
- Gronau-Ost
- Gronau-West
- Gronau-Epe
Historische Gliederung Gronau
- Innenstadt
- Tiekerhook (Nordost)
- Schöttelkotterhook (Ost)
- Eßseite (Südost)
- Buterland (Südwest)
- Beckerhook (Südwest)
- Brook (West)
- Spechtholtshook (Nordwest)
Diese Bezeichungen sind die Namen der Bauerschaften, die die Stadt Gronau umgeben haben. Sie werden in der amtlichen Statistik nicht mehr verwendet, sind aber im Alltag weiter gebräuchlich.
Geschichte
Überblick
1366 Erste urkundliche Erwähnung
1544 Gronau wird protestantisch
1815 Gronau wird preußisch
1854 Gründung des ersten Textilwerkes in Gronau
1875 Die Eisenbahnlinien von Gronau nach Münster und von Gronau nach Dortmund werden eröffnet
1893 Gründung des Bauvereins im Osten der Stadt, Expansion der Siedlungsfläche
1897 Gronau erhält Stadtrechte
Mit dem Wachstum der Textilindustrie wächst auch die Stadt Gronau. Bis zum 1. Weltkrieg entstehen in Gronau ein neues Rathaus, das Amtsgericht, Schulen, Krankenhäuser, ein Hallenbad, Wasserwerk, E-Werk und der Stadtpark.
Mit dem Konkurs des van-Delden-Konzerns 1980/81 endet die Ära der Textilindustrie in Gronau.
Eingemeindungen
1898 wurde der Nordteil des Kirchspiels Epe (die Eilermark ) nach Gronau eingemeindet.
1934 wurden Dorf Epe und Kirchspiel Epe (der verbliebene Südteil) zur Gemeinde Epe (Westf.) zusammengeschlossen.
1975 wurden die Stadt Gronau und die Gemeinde Epe zusammengeschlossen.
Politik
Gemeinderat
- CDU 22 Sitze
- SPD 11 Sitze
- Grüne 2 Sitze
- FDP 3 Sitze
- UWG 3 Sitze
- PBC 1 Sitz
Wahlperiode 2004-2009
Bürgermeister
Wappen
Im Rahmen der kommunalen Neugliederung wurden die Stadt Gronau (Westf.) und die Epe (Westf.) mit Wirkung vom 1. Januar 1975 zu einer neuen Gemeinde mit der Bezeichnung "Stadt Gronau (Westf.)" zusammengeschlossen.
Nach einer Übergangszeit, in der das Wappen der ehemaligen Stadt Gronau seine Gültigkeit behielt, wurde vom Rat das abgebildete Wappen beschlossen. Es beinhaltet die Symbole der beiden früheren Gemeinden (Schwan, Spule, Ähre) sowie die Farben grün-gelb der ehemaligen Stadt Gronau und eine Farbe (blau) der ehemaligen Gemeinde Epe. Der Schwan deutet auf die frühere territoriale Zugehörgkeit Gronaus zur Herrschaft der Edelherren von Steinfurt hin; der grüne Untergrund soll redender Hinweis auf die Bezeichnung des alten Gronau als "Grüne Aue" sein. Aus dem ehemaligen Wappen der Gemeinde Epe wurden die Symbole "Ähre" und "Spule" übernommen. Während die Spule die enge Verbundenheit beider Gemeinden mit der Textilindustrie andeutet, steht die Ähre symbolisch für die Bedeutung der Landwirtschaft.
Städtepartnerschaften
- Epe (Niederlande)
- Bromsgrove (Großbritannien)
- Mezöberény (Ungarn)
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Bauwerke
Wahrzeichen der Stadt Gronau ist der alte Wasserturm im Stadtpark. Vom alten Rathaus ist noch der Rathausturm erhalten geblieben. Die eindrucksvollen Bauten der Textilindustrie nördlich der Innenstadt sind teilweise als technische Denkmäler restauriert worden. Sehenswert ist die Morgensternsiedlung im Osten der Stadt, eine gut erhaltene, geschlossene Arbeitersiedlung.
Ebenfalls sehenswert ist die größte Antikmöbelschau im Münsterland. www.antikmoebel.de
Museen
Am 21. Juli 2004 wurde das Rock- und Pop-Museum eröffnet. Es ist europaweit einzigartig für dieses Genre der Musikgeschichte.
Das Driland-Museum im alten Rathausturm informiert über lokale und regionale Kultur, Entwicklung der Stadt sowie die textile Vergangenheit der Stadt.
Parks
Der Gronauer Stadtpark (mit Tierpark) am Dinkelufer wurde noch vor dem 1. Weltkrieg angelegt.
Landesgartenschau
2003 fand in Gronau und in der Nachbargemeinde Losser (Niederlande) eine grenzüberschreitende Landesgartenschau statt. In der Innenstadt wurde dabei der Flußlauf der Dinkel renaturiert. Im Rahmen der Landesgartenschau wurden am Ufer der Dinkel in Epe, Gronau, Glane, Overdinkel und Losser 13 Skulpturen, Dinkelsteine genannt, aufgestellt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Gronau ist über die A31 , die B54 und die B474 zu erreichen. Es bestehen Bahnverbindungen in Richtung Münster , Dortmund und Enschede.
Ansässige Unternehmen
In Gronau ist die Verwaltung und das Zentrallager der Firma Klaas+Kock B.V. & Co. KG. Die Firma betreibt unter dem Namen K+K 172 Supermärkte und Verbrauchermärkte in Westfalen und im westlichen Niedersachsen. Klaas+Kock gehört zu den größten 100 Handelsunternehmen in Deutschland.
Gronau ist seit 1985 Standort der einzigen Urananreicherungsanlage Deutschlands. Die Anlage wurde zunächst für eine Kapazität von 1000 Tonnen Urantrennarbeit gebaut, seit 1998 wird die Kapazität auf 1800 Tonnen erweitert (zur Versorgung von 13 großen Kernkraftwerken). Ein weiterer Ausbau auf 4500 Tonnen wurde 2005 genehmigt. Betreiber ist die Firma Urenco.
Persönlichkeiten
Kinder der Stadt
- Udo Lindenberg wurde am 17. Mai 1946 in Gronau geboren.
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